Stipendiatenreise in die USA

19. Februar 2018

Die Stipendiaten der Evonik Stiftung besuchten die Konzernstandorte Birmingham und Mobile in Alabama, USA.

Für elf Stipendiaten der Evonik Stiftung startete das Jahr 2018 mit einem Höhepunkt. Erstmalig fand ein Stipendiatentreffen außerhalb von Europa statt. Im Rahmen dieser Forschungsreise besuchte die Gruppe die Evonik-Standorte Birmingham und Mobile im US-Bundesstaat Alabama.

Der Standort Birmingham beheimatet seit 2014 das Projekthaus Medical Devices, in dem innovative Systemlösungen für die Medizintechnik entwickelt werden. Anhand verschiedener Präsentationen wurden die Produktvielfalt und die Anwendungsbereiche der Medizinprodukte mit dem Schwerpunkt der Implantologie vorgestellt und eine Laborführung eröffnete den Doktoranden umfassende Einblicke in die Arbeitsweise. Der Folgetag stand unter der Überschrift „A journey through the world of drug delivery“. Am Standort wird aktuell für den Geschäftsbereich Health Care eine Anlagenerweiterung zur Herstellung von biologisch abbaubaren Polymeren umgesetzt, dadurch erhielt die Gruppe die außergewöhnliche Gelegenheit den Rohbau eines Reinraumes zu besichtigen. Darüber hinaus konnten die Studenten die bestehenden Labore erkunden und sich über die Produktion und die dahinter stehende Forschungsleistung informieren.

Als zweite Station stand mit Mobile der größte nordamerikanische Unternehmenssitz von Evonik auf der Agenda. Eine Standortpräsentation mit anschließender Besichtigung bildete den Auftakt des Programmes. Warum gerade Evonik einer der führenden Anbieter von Hochleistungsvernetzern ist, wurde der Gruppe beim Besuch des Geschäftsbereiches Crosslinkers deutlich. Eine umfangreiche Produktpalette und vielfältige Kompetenzen in den Bereichen Beschichtungen und Klebstoffe, Bauwesen sowie Hochleistungs-Elastomere und Verbundwerkstoffe bietet Kunden alles aus einer Hand. Evonik ist zweifelsohne Pionier der Isophoron-Chemie, da die gesamte Wertschöpfungskette von Isophoron über Diamine und Diisocyanate bis hin zu Polyisocyanaten abgedeckt wird.

Während des Besuches der Labore ergriffen die Doktoranden Ihre Chance und unterhielten sich angeregt mit den Experten von Evonik hinsichtlich der beruflichen Entwicklungen im Unternehmen. „Die jungen Nachwuchswissenschaftler haben aus erster Hand erfahren können, wie wichtig es ist, als Führungskraft in verschiedenen Positionen an unterschiedlichen Standorten gearbeitet zu haben“, betont Dr. Ulrich Küsthardt, Vorstand der Evonik Stiftung. Der vorletzte Tag stand im Zeichen der eindrucksvollen und komplexen Methioninproduktion. Nach einer Einführung in den Herstellungsprozess konnte das Analyselabor, der Leitstand und auch der Abfüllprozess hautnah verfolgt werden.

Christoph Bohr, Stipendiat der Evonik Stiftung, zieht sein ganz eigenes Fazit aus der Reise: „Die Reise hat auf der einen Seite die Idee und Funktionsweise eines erfolgreichen Projekthauses und damit verbunden den hohen Stellenwert, den Evonik Innovation und Forschung beimisst, sowie auf der anderen Seite den Produktionsalltag im Tonnenmaßstab eindrucksvoll gezeigt. Die Bildung meines Netzwerkes zu Evonik-Mitarbeitern und besonders zu den anderen Stipendiaten wurde durch die Reise maßgeblich gefördert.“

Auch Christian Hackenberger, Professor am Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie und Doktorvater einer Stipendiatin, würdigt die Idee hinter der Stipendiatenreise sehr: „Für meine Doktoranden bin ich stets auf der Suche nach Veranstaltungen potentieller akademischer und industrieller Arbeitgeber, um ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre eigenen Interessen auszuloten und ihre Zukunft selbst zu konzipieren. Die Stipendiatenreise der Evonik Stiftung bietet eine hervorragende Chance für die Teilnehmer, sowohl die Industrie kennenzulernen als auch im Austausch mit anderen Stipendiaten akademisch-wissenschaftliche Ansätze zu erörtern. Ein besonderes Plus für die Teilnehmer des Besuchs in Amerika war sicherlich eine Einsicht in die Arbeitswelt eines international tätigen Unternehmens in den USA, eine Gelegenheit, die sich nicht vielen Doktoranden bietet. Die Evonik Stiftung kann daher nur stolz sein auf dieses Programm und ich kann nur weiterhin dazu ermutigen es auch in Zukunft fortzuführen.“

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