Evonik Stiftung fördert das diesjährige Symposium „Outsider Art – Historie, Gegenwart und Perspektive“

Der Begriff „Outsider Art“ – ursprünglich 1972 vom Autor Roger Cardinal als Übersetzung der antiakademischen „Art Brut“ von Jean Dubuffet gedacht – nahm in großen Teilen Europas und Nordamerikas eine eigene Entwicklung. Sie beschreibt eine Kunst jenseits etablierter Formen und Strömungen. Nicht nur die Art Brut, sondern auch die naive Malerei und mediumistische Kunst gehören in den Bereich der „Outsider Art“. Zahlreiche Ausstellungen in den letzten Jahren griffen dieses schwer einzugrenzende Thema auf. Im Jahr 2013 gelangte die „Outsider Art“ in das Blickfeld der renommiertesten ältesten internationalen Kunstausstellung – der Biennale in Venedig – und wurde in ihrer Bedeutung gestärkt und ihrer immensen Vielfalt gezeigt.

Die Werke der Künstlerinnen und Künstler, die häufig am Rande der Gesellschaft stehen und Handicaps aufweisen, loten die Grenzen des menschlichen Denkens aus. Mit ihren eigensprachlichen, meist existentiellen Werken geben sie Anlass zu grundsätzlichen Fragen unseres Daseins. Jenseits von Stil- und Gattungsfragen verfolgt das Symposium „Outsider Art – Historie, Gegenwart & Perspektive“ das Ziel, eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema anzustoßen. Nationale und internationale Experten verschiedener Disziplinen werden neue Ansätze zu dem Werk einzelner Künstler vorstellen und den Umgang mit „Outsider Art“ im Ausstellungswesen, auf dem Kunstmarkt sowie die Förderung von Künstlern im historischen und zeitgenössischen Kontext beleuchten.

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