Bildung und Bewegung im Fokus

26. Juni 2018

Bildung und Bewegung – das sind zwei elementare Themen für Kindertagesstätten. Vor allem wichtig sind sie für Kitas, in denen es Familien gibt, die ihren Kindern finanziell nicht so viel bieten können wie andere, Familien, die zum Teil auf engstem Raum zusammenwohnen oder die nicht Deutsch als Muttersprache haben.

Die neue Evangelische Tageseinrichtung für Kinder der Diakonie an der Flügelstraße in Düsseldorf-Oberbilk setzt deswegen auf viele Angebote in diesen Bereichen. Im Frühjahr starteten hier die ersten Gruppen, ab Sommer werden in der Einrichtung, die zugleich Familienzentrum ist, 119 Kinder betreut. Die Kita arbeitet nach der „offenen Pädagogik“, das strenge Gruppenmodell tritt in den Hintergrund zugunsten vielfältiger Funktionsräume, in denen die Kinder ihren Interessen nachgehen können, wie z.B. Naturwissenschaft und Forschen, Bau und Konstruktion, Rollenspiel, Medien, Lesen und Bewegung.

Unterstützt wird die Kindertagesstätte von der Evonik Stiftung. Sie hat für die neue Diakonie-Kita einen Bewegungsraum finanziert, unter anderem mit einem Kletternetz, Fallschutzmatten, Zauberkästen zum Balancieren, einer Hockertreppe und einer Therapieschaukel. Außerdem konnte mit Hilfe der Evonik Stiftung eine pädagogisch vielseitige Kinderbibliothek ausgestattet werden – mit einem Hochpodest mit Leseecke und einem Rondell als Sitzkreis – die Lust macht aufs Lesen und die die Sprachentwicklung fördert. „Das Projekt hat uns von Beginn an überzeugt“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Evonik Stiftung, Dr. Ludger Diestelmeier. „Wir freuen uns, mit der Ausstattung der Räume einen Teil dazu beizutragen, dass die Kinder der Kita Flügelstraße nachhaltig für die Zukunft gestärkt werden.“

Und noch etwas macht die Kita Flügelstraße besonders. Sie ist Teil eines Mehrgenerationen-Projektes. Der Evangelische Kirchenkreis hat auf dem gleichen Gelände auch Seniorenwohnungen gebaut, außerdem hat hier eine Diakonie-Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz ihre Heimat gefunden. „Der Austausch zwischen den Generationen liegt uns am Herzen“, sagt Diakonie-Vorstand Rudolf Brune. „Und wie geht das besser, als wenn man sich jeden Tag begegnet?“

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