Besuchsbericht jährliche Konferenz der DGBM

26. November 2018

Die Deutsche Gesellschaft für Biomaterialien (DGBM) richtet jährlich eine Konferenz an wechselnden Orten aus. Dieses Jahr fand die Veranstaltung vom 8. – 10. November in Braunschweig statt. Durch die finanzielle Unterstützung der Evonik Stiftung hatte ich die Möglichkeit, an der Konferenz teilzunehmen und dort die Ergebnisse meiner Arbeit in einem Vortrag und auf einem Poster zu präsentieren.

Außerdem nahm ich am 7. November an dem der Jahrestagung vorgelagerten Workshop teil. Dieser behandelte „Komplexe Implantate“ und wurde hauptsächlich von der DFG-Forschungsgruppe 2180 geleitet. In dieser Forschungsgruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft werden gradierte Implantate für Sehnen-Knochen-Verbindungen erforscht, wobei die Universität Braunschweig, die Medizinische Hochschule Hannover und die Leibniz Universität Hannover kooperieren. Schwerpunkte des Workshops waren die Oberflächenmodifizierung von Fasern sowie die Sterilisation von komplexen Implantaten. Dabei wurde besonders auf die während der Projektbearbeitung etablierten Methoden eingegangen und praktische Beispiele im Labor erläutert und gezeigt.

Am Folgetag begann dann die eigentliche Jahrestagung. Sie fand im Helmholtz Institut für Infektionsforschung statt. Die Plenumsvorträge eröffneten die Veranstaltung indem Frau Professor Dr. Henny van der Mei die Forschung ihrer Gruppe im Bereich der Biomaterialien vorstellte und Herr Professor Dr. Dr. Volker Alt die medizinische Relevanz antimikrobieller Beschichtungen und die aus seiner Sicht notwendigen Weiterentwicklungen von Biomaterialien verdeutlichte. Der weitere Verlauf des Tages war gefüllt mit Fachvorträgen zu den Themenfeldern Biofilme, Biomaterialien aus natürlichen Polymeren und anorganischen Materialien sowie Zell-Matrix-Interaktionen. Abgerundet wurde der erste Konferenztag durch die ersten 50 Poster-Präsentationen. Da ich an diesem Tag selbst kein Poster präsentieren musste, hatte ich die Möglichkeit, mir viele interessante Forschungsthemen vorstellen zu lassen.

Am zweiten Tag der Konferenz lag der inhaltliche Schwerpunkt der unterschiedlichen Sitzungen auf der Biomaterial- bzw. Implantat-Entwicklung. Im Rahmen der Hydrogel-Sitzung durfte ich dann eigene Ergebnisse präsentieren. Dabei ging ich auf die Entwicklung eines Versuchsaufbaus für Kompressionsversuche an Hydrogelen ein und auf die physikalischen Wechselwirkungen, die Hydrogele aus chemisch modifizierter Gelatine verstärken. Anschließend durfte ich weitere Ergebnisse zur Charakterisierung von Gelatine Typ A und B Derivaten auf einem Poster vorstellen. Die dabei aufkommenden Fragen, Anregungen und daraus resultierenden Diskussionen waren während der gesamten Konferenz angenehm freundlich und konstruktiv. Der Gesellschaftsabend im Steigenberger Parkhotel war eine tolle Möglichkeit, um weitere Kontakte zu knüpfen.

Am dritten und letzten Veranstaltungstag  gab es noch weitere Sitzungen. Während der Abschlussveranstaltung wurden noch Preise für die beste Masterarbeit und Promotion sowie für die auf der DGBM präsentierten Poster vergeben. Die Konferenz war für mich eine tolle Möglichkeit, mir sowohl einen Überblick über diverse Forschungsbereiche innerhalb der Biomaterialien zu verschaffen als auch speziell für die eigenen Arbeiten neue Impulse zu erhalten.

Von Lisa Sewald

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