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Werner Schwarze Stipendium

Voraussetzungen und Vergabekriterien

Mit dem Werner-Schwarze-Stipendium fördert die Evonik Stiftung gezielt Doktoranden, die sich mit aktuellen Fragestellungen zur Aminosäureforschung befassen. Dazu zählen u.a.:

  • neue Synthesewege für proteinogene und nicht proteinogene Aminosäuren,
  • Synthesen neuer Wirkstoffe bzw. interessanter Zwischenprodukte auf der Basis von Aminosäuren
  • Forschungsarbeiten, die neue Erkenntnisse über Wirkungsweisen bzw. Anwendungen von Aminosäuren und Aminosäurederivaten vermitteln

 

 

Werner-Schwarze-Stipendium

1997 feierte die Degussa das Jubiläum „50 Jahre Aminosäuren für die Tierernährung“. Zu diesem Anlass zeichnete sie den Degussa Forscher Dr. Werner Schwarze für seine Pionierarbeiten auf dem Gebiet der Aminosäuren mit einer Goldmedaille aus und stiftete zur Förderung der Aminosäureforschung das Werner-Schwarze-Stipendium. Dieses wird als Promotionsstipendium seither von der Evonik Stiftung vergeben.

 

 

 

 

 

 

  

 

 Werner Schwarze: Der „Vater des Methionins“ und seine Forschungsleistungen

Werner Schwarze, 1913 in Marl-Hüls geboren, gilt als der bedeutendste Forscher der Degussa auf dem Feld der Aminosäuren. Schwarze studierte Chemie in München, wo er mit 24 Jahren beim Nobelpreisträger Heinrich Otto Wieland in der Naturstoffchemie promovierte. Ende 1940 trat er in die Degussa ein. Im Rahmen seiner Forschungsarbeiten befasste sich Werner Schwarze sehr bald mit der Synthese von Aminosäuren. 1946/47 entwickelte er gemeinsam mit den Degussa Chemikern Hermann Schulz und Hans Wagner erfolgreich eine technisch durchführbare Synthese der schwefelhaltigen Aminosäure Methionin. Bereits ein Jahr später konnte die erste Pilotanlage nach dem Schwarze-Verfahren betrieben werden.

 

Mit Beginn der 50er Jahre gewann Methionin als Zusatz für Tierfutter rasant an Bedeutung: Amerikanische Forscher hatten nachgewiesen, dass sich der Proteinbaustein positiv auf die Legetätigkeit von Hühnern auswirkt. Damit war eines der bis heute erfolgreichsten Arbeitsgebiete der Degussa geboren.

 

Der Name Werner Schwarze ist ebenso verbunden mit den Aminosäuren Tryptophan, Threonin, Serin, Cystein, Valin und Lanthionin. Auch auf anderen Gebieten forschte der begabte und kreative Chemiker erfolgreich: Unter den zahlreichen Triazinderivaten, die er synthetisierte, avancierte beispielsweise das Produkt Cyanazin als Bladex® zum erfolgreichsten Herbizid der Firma Shell.

 

Dr. Werner Schwarze, der im Juli 1978 in den Ruhestand trat und auch während seines Ruhestandes noch als Wissenschaftler und Forscher am Standort Hanau-Wolfgang arbeitete, ist am 18. März 2007 im Alter von 93 Jahren verstorben.

 

 


Die Förderbedingen für ein Werner Schwarze Stipendium unterliegen den gleichen Regeln wie die Evonik Stipendien:

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