9. Dezember 2011: Evonik Stipendiat entwickelt neuartige Methodik für die Arzneimittelsynthese
- Forschung im Bereich der selektiven Synthese von chiralen Aminen
- Fachzeitschrift „Angewandte Chemie“: Very Important Paper
Der Evonik Stipendiat Steffen Fleischer beschäftigt sich mit der selektiven Synthese von chiralen Aminen im Rahmen seiner Doktorarbeit bei Prof. Dr. Matthias Beller am Leibniz-Institut für Katalyse e.V. (LIKAT) in Rostock. Diese Synthese stellt eine zentrale Herausforderung in der metallorganischen und organischen Chemie dar. Denn mehr als 20 Prozent der 50 weltweit meistverkauften Arzneimittel beinhalten eine solche chirale Amineinheiten.
Steffen Fleischer und seine Kollegen haben eine neuartige Methode in der 50. Ausgabe der Fachzeitschrift „Angewandte Chemie“ vorgestellt. Damit konnte erstmals ein Katalysator aus dem günstigen, nicht toxischen und in großen Mengen zur Verfügung stehenden Katalysatormetall Eisen so mit einer Säure kombiniert werden, dass mit Hilfe von umweltfreundlichem und billigen Wasserstoff chirale Amine in hoher Ausbeute und Selektivität hergestellt werden können. Die Funktionsweise des neuartigen Prinzips stellen die Autoren auf dem Cover der Zeitschrift „Angewandte Chemie“ dar, bei der das Zusammenspiel von organischen und metallischen Komponenten für die chemische Umsetzung verdeutlicht wird.
Auf Grund der Bedeutung der Arbeit für die organische Synthese und des neuartigen Ansatzes der Kombination eines nicht chiralen Metallkomplexes mit einer chiralen organischen Säure hat die Redaktion von „Angewandte Chemie“ den Beitrag als Very Important Paper (VIP) eingestuft.