15. August 2011: Evonik-Stipendiat beim ESOC ausgezeichnet
Falko Abels vom Institut für Organische Chemie an der Universität Leipzig hat beim 17. European Symposium on Organic Chemistry eine Auszeichnung für das beste Poster erhalten.
Im Juli 2011 trafen sich über 900 Wissenschaftler und Studenten zum European Symposium on Organic Chemistry in Hersonissos auf der griechischen Insel Kreta. Die Evonik Stiftung hatte Falko Abels die Teilnahme an Europas größtem und bedeutendstem Kongress im Bereich der organischen Chemie mit einem Reisestipendium ermöglicht.
„Ich hatte die Gelegenheit, in den fünf Tagen exzellente Vorträge zu hören. Außerdem konnte ich einen Teil meiner Arbeit in Form des Posters präsentieren und dies mit vielen Akademikern und Studenten diskutieren“, so Falko Abels. Das Poster mit dem Titel: “Enantioselektive, Brønstedsäure-katalysierte, vinyloge Mannich Reaktion“ wurde aus über 600 Einreichungen ausgewählt und mit dem Best Poster Paper Award ausgezeichnet. In der Ausarbeitung geht es um eine Variante der von Karl Mannich 1912 entdeckten Mannich Reaktion, in der eine a-CH-azide Verbindung mit einem Iminiumion reagiert. Falko Abels setzt als Nukleophile vorgeformte Silyldienolate ein, welche mit verschiedenen Iminen unter Brønstedsäurekatalyse (chirale, vom BINOL abgeleitete Phosphorsäuren) zu den entsprechenden d-amino-a,b-ungesättigten Carbonylverbindungen umgesetzt werden. Diese sind wichtige Bausteine in der Synthese diverser Naturstoffe und potentieller Pharmazeutika. Der Best-Poster-Award wird üblicherweise an sehr gut präsentierte, innovative wissenschaftliche Arbeiten vergeben.
Auf der Konferenz konnte Falko Abels auch von herausragenden Wissenschaftlern seines Fachs lernen. Dabei waren unter anderen Experten der Katalyse, wie der Chemie-Nobelpreisträger des Jahres 2005, Robert H. Grubbs vom California Institute of Technology, Benjamin List, Direktor des Max Planck Instituts für Kohlenforschung in Mühlheim an der Ruhr oder Phil S. Baran vom Scripps Research Institute in La Jolla, der im Bereich der Totalsynthese forscht.
Das Fazit von Falko Abels: „Es war wahnsinnig spannend und interessant. Das Ganze wurde natürlich abgerundet dadurch, dass man in Hersonissos an einem schönen Fleck Erde war“.
Professor Wolfgang Leuchtenberger – wissenschaftlicher Berater der Evonik-Stiftung – freut sich natürlich besonders, wenn ein Stipendiat der Evonik-Stiftung ausgezeichnet wird. Die internationale Wertschätzung eines Forschungsthemas ist auch Gütesigel für uns. „Immerhin müssen sich die Bewerber bei der Evonik-Stiftung schon bei unserem Auswahlverfahren gegen eine große Konkurrenz durchsetzen“.