9. Dezember 2011: Evonik Stiftung – Stipendiatentreffen 2011 in Antwerpen

Am 27.10.2011 trafen sich die Stipendiaten der Evonik Stiftung in Antwerpen zu ihrem traditionellen Jahrestreffen. 15 Stipendiaten, die derzeit an verschiedenen deutschen Universitäten promovieren, waren der Einladung gefolgt.

Nach der Begrüßung durch die Geschäftsführerin Erika Sticht gab Professor Wolfgang Leuchtenberger, der die Stiftung als wissenschaftlicher Berater betreut, einen Überblick über die Forschungsthemen der Evonik Stipendiaten. Anschließend präsentierte Susanne Peitzmann die neu konzipierte Lernplattform für Kinder – „Professor Proto’s Fantastisches Institut“, – die dank inhaltlicher Unterstützung der Stipendiaten auf den Weg gebracht werden konnte.

Höhepunkt des Abends war der Vortrag von Dr. Peter Nagler, Vorstandsmitglied der Evonik Stiftung und Chief Innovation Officer bei Evonik Industries AG. Dr. Nagler referierte über: “Kreativität und Struktur – ein Widerspruch? Wert schaffen durch Innovation” und machte deutlich, dass für ein Unternehmen dessen Innovationskraft ein maßgeblicher Erfolgsfaktor sei. Neben Innovationsstrategien, interdisziplinärer Ideengenerierung sowie regelmäßigen Bewertungen von Geschäftspotentialen thematisierte Dr. Nagler auch Aspekte wie Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten für junge Doktoranden bei Evonik. So entwickelte sich in der Gruppe schnell eine lebhafte Diskussion. Nach dem Vortrag war Dr. Nagler ein gefragter Gesprächspartner.

Am zweiten Tag stand der Besuch des Multi-User Standortes Evonik Degussa Antwerpen N.V. auf dem Programm. General Manager Stefan Kroll und Frank Daman, Director of Operation, gaben einen Überblick über die Produktionen für die vier Business Units: Inorganic Materials, Coatings & Additives, Advanced Intermediates sowie und Health & Nutrition mit der weltweit größten Methionin-Produktionsanlage.

Mit einem riesigen Industriegebiet an der Schelde verfügt Antwerpen nach Houston in Texas über den zweitgrößten Chemiecluster der Welt, für den insbesondere die logistische Anbindung an den Seehafen eine wichtige Rolle spielt.  Die anschließende Rundfahrt im Hafen von Antwerpen verdeutlichte dies eindrucksvoll. Da Evonik im Hafen von Antwerpen einer der größten Kunden ist, gab es auch die außergewöhnliche Gelegenheit, die Leitstelle der weltgrößten Schleuse („Berenbrecht Schleuse“) zu besichtigen.

Nach dem Hafenbesuch folgte ein Rundgang durch die Innenstadt von Antwerpen. Mit der kulturhistorischen und kunstvollen Altstadt hat Antwerpen den besonderen Charme einer flämischen Stadt. Antwerpen ist nicht nur der weltweit bedeutendste Umschlagplatz für Diamanten, sondern auch bekannt für köstliche Schokolade und eine große Auswahl an Biersorten. Der Blick über die Stadt von der Terrasse des „MAS Museum an de Stroom“ auf das auf der anderen Seite der Schelde liegende Hafengelände rundete den Besuch auf eindrucksvolle Weise ab.

Das Abendprogramm begann im Hotspot von Antwerpen, dem ikonischen „MAS Hafen Pavillon“, – gebaut als Verbindungsglied zwischen dem Hafen und den Bürgern der Stadt. In dem multimedialen Informationszentrum, einer 360-Grad Projektionsfläche an den Seitenwänden, wurden spektakuläre Panoramabilder wie unzählige Silos und Lagertanks im Hafen von Antwerpen gezeigt. Im Ergänzung dazu wurden Bilder und Karten der Stadt kunstvoll auf den Boden projiziert: Die größte Installation dieser Art weltweit.

Der erlebnisreiche Tag fand seinen Abschluss in einem Restaurant, das früher als Lagerhaus genutzt wurde. Die Gruppe freute sich besonders, dass sich Herr Kroll und seine Assistentin Maria Van de Wiele die Zeit nahmen, beim Abendessen dabei zu sein, um sich mit den Stipendiaten auszutauschen.

Vor der Abreise am nächsten Morgen bedankten sich alle Teilnehmer dafür, dass sie das Unternehmen Evonik Industries genauer kennenlernen und das Stipendiatentreffen für einen intensiven Wissensaustausch sowie zum weiteren Ausbau ihres persönlichen Netzwerkes nutzen konnten.